Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen, tätig als Autónomo (Einzelunternehmer) mit Sitz in Spanien (nachfolgend „Auftragnehmer"), und dem jeweiligen Auftraggeber über Dienstleistungen im Bereich der digitalen Barrierefreiheit, insbesondere PDF/UA-Konvertierung, Dokumentenremediatierung, Alternativtexte, Formular-Barrierefreiheit sowie verwandte Beratungs- und Analyseleistungen.
Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsschluss
Ein Vertrag kommt zustande durch die schriftliche Auftragsbestätigung des Auftragnehmers per E-Mail oder durch den Beginn der Leistungserbringung. Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich gekennzeichnet sind.
Der Auftraggeber ist verpflichtet, alle für die Leistungserbringung notwendigen Unterlagen und Informationen rechtzeitig und vollständig zur Verfügung zu stellen. Verzögerungen, die auf unvollständige oder verspätete Zulieferung zurückzuführen sind, gehen nicht zu Lasten des Auftragnehmers.
§ 3 Leistungsumfang
Der Umfang der zu erbringenden Leistung ergibt sich aus dem individuellen schriftlichen Angebot. Änderungen oder Erweiterungen des Leistungsumfangs bedürfen der schriftlichen Vereinbarung und können zu einer Anpassung von Preis und Lieferzeit führen.
Sofern nicht anders vereinbart, erfolgt die Lieferung im Format PDF/UA-1 (ISO 14289-1). Der Auftragnehmer erbringt alle Leistungen ausschließlich manuell – ohne den Einsatz von KI-Tools oder automatisierten Konvertern. Eine Konformität mit dem vereinbarten Standard wird durch manuelle Prüfung und den Einsatz des PDF Accessibility Checker (PAC) sichergestellt.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
Der Auftraggeber stellt sicher, dass er berechtigt ist, die übermittelten Dokumente und Inhalte zur Bearbeitung an den Auftragnehmer zu übergeben. Er stellt den Auftragnehmer von Ansprüchen Dritter frei, die aus einer fehlenden oder unzureichenden Berechtigung entstehen.
Der Auftraggeber benennt bei Bedarf einen Ansprechpartner für Rückfragen und erteilt Freigaben innerhalb angemessener Fristen. Verzögerungen durch ausstehende Freigaben verlängern die vereinbarte Lieferzeit entsprechend.
§ 5 Preise und Zahlung
Alle Preise verstehen sich in Euro (€) netto. Die Anwendung der Mehrwertsteuer richtet sich nach den jeweils geltenden steuerrechtlichen Bestimmungen. Bei Leistungen an Unternehmen innerhalb der EU gilt das Reverse-Charge-Verfahren gemäß Art. 196 MwStSystRL; der Auftraggeber schuldet in diesem Fall die Steuer in seinem Land selbst.
Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zahlbar. Die Zahlung erfolgt nach Lieferung des vereinbarten Ergebnisses. Bei größeren Aufträgen (nach individueller Vereinbarung) kann eine Abschlagszahlung vereinbart werden.
Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie eine Mahnpauschale von 5,00 € je Mahnung zu berechnen.
§ 6 Lieferung und Abnahme
Die Lieferung erfolgt per E-Mail in digitaler Form. Vereinbarte Liefertermine sind Richtwerte und setzen die rechtzeitige Zulieferung aller notwendigen Unterlagen durch den Auftraggeber voraus.
Der Auftraggeber hat das gelieferte Ergebnis innerhalb von 7 Werktagennach Erhalt zu prüfen und etwaige Mängel schriftlich zu rügen. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Rüge, gilt die Leistung als abgenommen.
§ 7 Gewährleistung
Der Auftragnehmer gewährleistet, dass die gelieferten Dokumente dem vereinbarten Standard (z. B. PDF/UA-1 nach ISO 14289-1) zum Zeitpunkt der Lieferung entsprechen. Mängel müssen innerhalb von 14 Tagen nach Lieferung schriftlich gerügt werden. Nachbesserung erfolgt kostenlos innerhalb angemessener Frist.
Keine Gewährleistung besteht für Mängel, die auf fehlerhaften, unvollständigen oder nachträglich veränderten Quelldokumenten beruhen, oder die durch den Auftraggeber selbst nach Lieferung verursacht wurden.
§ 8 Urheberrecht und Nutzungsrechte
Mit vollständiger Bezahlung der Rechnung überträgt der Auftragnehmer dem Auftraggeber alle Nutzungsrechte an den gelieferten Ergebnissen – zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt. Der Auftraggeber ist insbesondere berechtigt, die Ergebnisse im Rahmen von White-Label-Leistungen unter eigenem Namen weiterzuverwenden und an Dritte weiterzugeben.
Vor vollständiger Zahlung verbleiben alle Rechte beim Auftragnehmer.
§ 9 Vertraulichkeit
Der Auftragnehmer verpflichtet sich, alle ihm im Rahmen der Zusammenarbeit übermittelten Dokumente, Informationen und Daten des Auftraggebers streng vertraulich zu behandeln. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht, es sei denn, dies ist zur Leistungserbringung ausdrücklich notwendig und wurde mit dem Auftraggeber abgestimmt.
Übermittelte Dokumente werden ausschließlich für den vereinbarten Auftrag verwendet und nach Abschluss des Projekts auf Wunsch des Auftraggebers gelöscht. Diese Vertraulichkeitspflicht besteht auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.
§ 10 Haftungsbeschränkung
Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden.
Im Übrigen ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder Folgeschäden ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
Der Auftragnehmer übernimmt keine Haftung dafür, dass die gelieferten Dokumente von sämtlichen am Markt verfügbaren Screenreadern oder assistiven Technologien vollständig korrekt verarbeitet werden, sofern die Konformität mit dem vereinbarten Standard (PDF/UA-1) nachweislich gegeben ist.
§ 11 Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie dem spanischen Datenschutzgesetz (LOPDGDD). Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung auf dieser Website.
§ 12 Schlussbestimmungen
Es gilt spanisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, der Wohnort des Auftragnehmers in Spanien. Für Verbraucher mit Wohnsitz in der EU gelten ergänzend die zwingenden Verbraucherschutzbestimmungen ihres jeweiligen Wohnsitzlandes.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung wird durch eine wirksame ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Abbedingung des Schriftformerfordernisses selbst.
Stand: Februar 2026
